Theodor-Heuss-Medaille für Playing History
Serious Games können Demokratie erlebbar machen.
Dass dieser Ansatz gesellschaftlich relevant ist, wurde nun auf besondere Weise bestätigt:
Die Theodor Heuss Stiftung hat Playing History mit der Theodor-Heuss-Medaille 2026 ausgezeichnet.
Die Stiftung würdigt damit unseren Beitrag zur spielerischen Vermittlung von Geschichte, Politik und gesellschaftlichen Themen und insbesondere unseren Ansatz, Serious Games als Medium der Demokratiebildung zu nutzen.
Serious Games als Werkzeug der Demokratiebildung
In der Dankesrede von den Playing History Geschäftsführern wurde betont: Serious Games sind mehr als nur Spiele. Serious Games sind:
- Resonanzräume – so wie unser Spiel “Friedrich Ebert – Der Weg zur Demokratie“, das über die Weimarer Republik aufklärt,
- Generationendialoge – so wie unser Spiel “Wendepunkte“, das ein Verständnis für die Brüche der Wiedervereinigung ermöglicht,
- Möglichkeitsräume – so wie unser Spiel “Das Ilios Experiment“, das die Frage aufwirft, wie wir in der Zukunft zusammenleben wollen,
- Mahnungen – so wie unser Spiel “Tribunal 45“, das die Entstehung und Bedeutung des internationalen Völkerstrafrechts vermittelt.
Warum Playing History ausgezeichnet wurde
In der Begründung der Stiftung wird besonders hervorgehoben, dass unsere Spiele:
- historische Situationen erfahrbar machen
- politische Entscheidungsprozesse nachvollziehbar gestalten
- gesellschaftliche Konflikte spielerisch zugänglich machen
Spieler*innen übernehmen Rollen, treffen Entscheidungen und erleben deren Konsequenzen.
Genau dadurch entsteht ein tieferes Verständnis für demokratische Prozesse.
Serious Games schaffen etwas, was klassische Bildungsformate oft nicht leisten: unmittelbare Erfahrung.
Games, die Wissen und Haltung verbinden
Unsere Arbeit steht für einen Ansatz, der Bildung neu denkt: Lernen durch Erleben statt nur durch Vermittlung
Durch das Zusammenspiel von:
- Gameplay
- Storytelling
- Interaktion
entstehen Räume, in denen Spieler*innen nicht nur Informationen aufnehmen, sondern Position beziehen und reflektieren.
Das fördert:
- Empathie
- Urteilsfähigkeit
- Verantwortungsbewusstsein
Zentrale Kompetenzen für eine funktionierende Demokratie.
Ein starkes Zeichen für die Relevanz von Games
Die Preisverleihung am 18. April 2026 in Stuttgart zeigt deutlich:
Digitale Spiele sind längst ein ernstzunehmendes Medium für gesellschaftlichen Diskurs.
Neben Playing History wurden auch der YouTuber Marcant sowie das Bündnis Dorfliebe für alle ausgezeichnet.
Der Hauptpreis ging an Margrethe Vestager.
Unterschiedliche Perspektiven, aber ein gemeinsames Ziel: Demokratie stärken und weiterentwickeln.
Die Zukunft von Serious Games
Die Auszeichnung ist für uns ein klares Signal: Serious Games werden eine immer wichtigere Rolle in Bildung, Kultur und Gesellschaft spielen.
Gerade in einer Zeit, in der:
- Desinformation zunimmt
- gesellschaftliche Debatten komplexer werden
- junge Zielgruppen neue Zugänge brauchen
bieten Spiele eine einzigartige Möglichkeit, Menschen zu erreichen.
Unser Ziel bleibt es, Serious Games zu entwickeln, die nicht nur informieren, sondern aktivieren.
Danke an alle, die diesen Weg möglich machen
Diese Auszeichnung gehört nicht nur uns.
Sie gehört:
- unseren Partnern aus Museen, Bildung und Zivilgesellschaft
- unserem interdisziplinären Team
- und allen Spieler*innen, die sich auf unsere Formate einlassen
Gemeinsam zeigen wir, was möglich ist, wenn Spiele und Bildung zusammenkommen.
Fazit: Warum Serious Games wichtig sind
Serious Games sind kein Trend.
Sie sind ein zukunftsweisendes Medium.
Sie machen:
- Wissen zugänglich
- Geschichte erlebbar
- Demokratie verständlich
Und genau dafür stehen wir bei Playing History.
Danke, an die Theodor Heuss Stiftung für das Vertrauen und die Auszeichnung. Für uns ist es eine Motivation mit Hingabe und Eifer weiter zu machen.
Fotos: Jan Potente





